Bluewin-Kunden fürchten sich vor Erpresser-Mails

Eine neue Betrugsmasche verunsichert die Bevölkerung: Seit einigen Tagen kursieren Erpresser-Mails, die mit der Veröffentlichung von Masturbationsvideos drohen.

«Masturbieren ist natürlich ganz normal, aber wenn deine Familie und Freunde davon zeugen, ist es natürlich eine grosse Schande»: So beginnt ein Erpresser-Mail, das momentan viele verunsichert. Die Verfasser drohen damit, heimlich aufgenommene Masturbationsvideos der Empfänger an alle E-Mail- und Social-Media-Kontakte zu verschicken.

Wolle man dies verhindern, müssten 884 Euro an eine Bitcoin-Adresse überwiesen werden. Dafür hätten die Angeschriebenen 48 Stunden Zeit. Betroffen sind vor allem Kunden mit einer Bluewin-Adresse, wie die Melde- und Analysestelle des Bundes (Melani) schreibt.

«Mail in fehlerlosem Deutsch»

Leser M. S. erzählt, was ihm durch den Kopf schoss, als er das Erpresser-Mail öffnete: «Im ersten Moment war ich zu entsetzt, um gleich einen Fake zu vermuten. Denn das Mail war in beinahe fehlerlosem Deutsch geschrieben und kam anscheinend von meiner eigenen Adresse. Es schien so, als sei mein Computer wirklich gehackt worden und dass Fremde dadurch Zugriff auf meine Daten erhalten hätten. Das wäre auch geschäftlich verheerend gewesen.»

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